Kalter Schweiss

libertär, fulminant, digital

Tag: Fernsehen

Sternstunde Philosophie: Harald Schmidt

Zu seinen Glanzzeiten (auf Sat.1) habe ich Harald Schmidt damals sehr wenig bis gar nicht geschaut. Das mag vor allem an meinem Jahrgang liegen und der Tatsache, dass ich etwas gebraucht habe um den Zynismus für mich zu entdecken. Schmidt beherrscht ihn in Perfektion – das erkennt man vor allem im folgenden Interview.

Mein absolutes Lieblingszitat aus diesen knapp 60 Minuten:

„…wenn Sie nicht 95% dessen was passiert ausblenden, ist doch eigentlich die Klappsmühle nicht weit.“

Von YouTube:
Wer hat Angst vor Harald Schmidt? Die Kultfigur unter den deutschen Entertainern, Harald Schmidt, hat kürzlich den — vorläufigen — Abschied vom Fernsehen gegeben. Der Zyniker vom Dienst kennt das Fernsehen wie kein anderer. Mit Gastmoderator Charles Lewinsky spricht er über die Grenzen des Humors und die Zukunft des Fernsehens.

Bonustipp: Die letzte Folge der Harald Schmidt Show

Der Monarch

Natürlich kann man sich jetzt frisch geduscht im Bademantel auf der heimischen Couch die letzte Sendung von Wetten, dass..? mit Thomas Gottschalk anschauen – man kann es aber auch lassen bleiben. Laut eigener Aussage übernimmt übrigens Jan Böhmermann ab 2014 die heruntergewirtschaftete Fernsehshow.

Hier mein Alternativprogramm, von dem ich bis zum heutigen Tage nicht weiß, ob es eine Dokumentation oder eine Mockumentary ist. Vermutlich besser, wenn die Wahrheit irgendwo in einem der vielen Geldspielautomaten verborgen bleibt.

Von YouTube:
Die Dokumentation über den Monarchen, der in den 70iger Jahren die sogenannten Mint Automaten regelmäßig geleert hat, Stichwort: Gurke Fegen

Neo Magazin

Der Fernseher bleibt bei mir öfter ausgeschaltet als unschuldige Zivilbürger im aktuellen Drohnenkrieg. Selbst für erfrischende Fernsehformate, und dazu zähle ich in jedem Fall das Neo Magazin, gibt es zum Glück das zweite deutsche Internet. Seit dem 31. Oktober bereichert Jan Böhmermann jeden Donnerstag die sonst sehr trist gewordene Fernsehlandschaft.

Die erste Folge begann mit einem starken und vielversprechenden Auftakt. In der ersten Szene sitzt Jan in einem Taxi und neben ihm eine Frau der die Ähnlichkeit zu Charlotte Roche (oder Sarah Kuttner) nicht abzusprechen ist. Die Fahrt wird mit einem “…was bisher geschah” betitelt und dem aufmerksamen Zuschauer ist bereits in den ersten Sekunden aufgefallen, dass es sich hierbei um das fiktive Ende von Roche und Böhmermann handeln könnte. Aber nur vielleicht.

Die Frau steigt aus und wenig später sitzt Jürgen Domian neben ihm und fragt, ob er reden möchte. Jan aber sagt, dass er singen will. In den nächsten Minuten folgt ein grandios inszeniertes Musical mit Böhmermann auf Schlittschuhen und einem Gastauftritt von Olli Schulz. Ebenfalls wird deutlich, dass die Bildundtonfabrik (die sich auch für die Produktion von Roche & Böhmermann verantwortlich zeigte) mehr als nur ihre Hausaufgaben gemacht hat. Das Gleiche gilt im Übrigen für das interaktive Studio.

Die bis Dato beste Rubrik der Late-Night-Show dürfte wohl Prism is a dancer sein, in dem immer wieder Publikumsgäste mit ihren Aussagen im Netz konfrontiert werden und so wird auch dem Zuschauer mit sehr viel Humor vor Augen geführt was passieren kann, wenn man scheinbar belanglose Informationen von sich ungefiltert ins WWW bläst.

Mein bisheriges Highlight: Das Telefonat zwischen Böhmermann (Neo Magazin) und Böhmermann (Lateline), welches parallel auf ZDFNeo und EinsPlus ausgestrahlt wurde

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Waldeck-Frankenberg – Zeitraffer

Tim Heinrichs-Noll portraitierte in zwei Videos mit jeweils knapp drei Minuten Frankenberg (Eder) und die Region Waldeck-Frankenberg. Mein Heimatlandkreis – born & raised!
Hut ab auch für die selbstgebauten Schienen bzw. den Slider und die selbst geschriebene Steuerungs-Software. Da kann ich mir für meine Zeitraffervideos durchaus noch eine Scheibe abschneiden.
Am Ende gibt es noch ein kleines Making Of vom hr Fernsehen.

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