Kalter Schweiss

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Tag: Dokumentation

Doku: Der Banker – Master of the Universe

Henry Ford, Begründer der Ford Motor Company:

„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh“

Gordon Gekko (gespielt von Michael Douglas) im Film Wall Street:

„Gier ist gut. Gier ist richtig. Gier funktioniert. Gier schafft Klarheit. Gier hat das beste im Menschen hervorgebracht“

George Bernard Shaw, Dramatiker, Politiker und Satiriker:

„Geld ist nichts. Aber viel Geld, das ist etwas anderes.“

Trailer

Von Arte: Zum ersten Mal packt ein ehemals führender Investmentbanker Deutschlands aus. Rainer Voss, der früher locker mit Millionen hantierte, erzählt, wie es in der glitzernden Finanzwelt wirklich zugeht, von all ihren Abgründen und Skrupellosigkeiten. Ein atemberaubendes Psychogramm einer Branche und ihrer Akteure. Der Film ist für den Deutschen Filmpreis 2014 nominiert.

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The Act of Killing

Die Nazis haben den zweiten Weltkrieg gewonnen. Hermann Göring, Klaus Barbie, Erwin Rommel, Josef Mengele, Albert Speer, Rudolf Hess, Martin Bormann, Heinrich Himmler und Adolf Hitler lassen sich auch in der Gegenwart vom Volk bejubeln. Selbst Jahrzehnte später sind die Massenmörder nicht für ihre Taten bestraft worden und lassen sich weiterhin als Nationalhelden feiern. Um die Geschehnisse aus der Vergangenheit auf ihre Art und Weise zu erzählen entscheiden sie sich für einen Dokumentarfilm, der sie selbst voller Stolz in Szene setzt.

Es ist schwierig mit Worten die Massaker in Indonesien zwischen 1965 und 1966 zu beschreiben. Die drastische Einleitung soll zumindest die Brisanz verdeutlichen.
Bis zum heutigen Tag kann nicht genau gesagt werden wie viele Menschen tatsächlich getötet wurden, häufig wird die Zahl 500.000 genannt. Sehr wahrscheinlich waren es deutlich mehr.
Der Film The Act of Killing führt erschreckend vor Augen wie die Machthaber von damals auch heute noch für ihre Taten Verehrung finden. Die Nachfahren der Opfer hingegen können bis heute nicht über den Völkermord sprechen. Die Dokumentation ist insgesamt so brisant, dass viele Mitarbeiter im Abspann lediglich anonym erwähnt werden.

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Filmtipp: Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Zeit ist nicht greifbar, abstrakt und schwer zu beschreiben. Zeit ist Geld, hört man vor allem regelmäßig in der westlichen Kultur. In der betriebswirtschaftlichen Welt ist Zeit als eine der wichtigsten Waren anzusehen und auch für mich persönlich ist es neben der Gesundheit eines der drei wichtigsten Güter.

Das geringste Verständnis bringe ich für Menschen auf, die mir damit begegnen, dass sie keine Zeit haben. Ich selbst kenne nur wenige, die den Unterschied zwischen keine Zeit haben und keine Zeit nehmen verstanden haben und auch selbst umsetzen.

Dossier von Arte:
Wer oder was treibt die Beschleunigung der modernen Zeit eigentlich an? Ist sie ein gesellschaftliches Phänomen oder liegt alles vielleicht doch nur an unserem mangelhaften Zeitmanagement? In seinem Dokumentarfilm begibt sich der Filmemacher und Autor Florian Opitz auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Wo ist sie nur geblieben, die Zeit, die wir mühsam mit all den neuen Technologien und Effizienzmodellen eingespart haben?

Mein Lieblingszitat von Opitz:
Da ist ein sich selbst antreibendes System entstanden, dessen Treibstoff permanenter Wettbewerb und Profitgier ist. 
Und alle tun so als sei die Ständige Beschleunigung sowas wie ein Naturgesetz, zu dem es absolut keine Alternativ gibt.

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Der Monarch

Natürlich kann man sich jetzt frisch geduscht im Bademantel auf der heimischen Couch die letzte Sendung von Wetten, dass..? mit Thomas Gottschalk anschauen – man kann es aber auch lassen bleiben. Laut eigener Aussage übernimmt übrigens Jan Böhmermann ab 2014 die heruntergewirtschaftete Fernsehshow.

Hier mein Alternativprogramm, von dem ich bis zum heutigen Tage nicht weiß, ob es eine Dokumentation oder eine Mockumentary ist. Vermutlich besser, wenn die Wahrheit irgendwo in einem der vielen Geldspielautomaten verborgen bleibt.

Von YouTube:
Die Dokumentation über den Monarchen, der in den 70iger Jahren die sogenannten Mint Automaten regelmäßig geleert hat, Stichwort: Gurke Fegen

SLAM 2012 – Der Film

Ich besuchte dieses Jahr zum ersten Mal einen Poetry Slam und musste mir am Ende der Veranstaltung die Frage stellen, warum das erst jetzt mein erster war. Das Teilnehmerfeld war bis dato vor allem thematisch immer sehr bunt gemischt und genau das macht für mich auch den Reiz aus. Auf bitter ernste Poesie kann dann durchaus eine amüsante Geschichte folgen oder auch mal ein Beitrag mit dem man inhaltlich absolut nichts anzufangen weiß. So viel Facettenreichtum bringt sonst nur Serdar Somuncu auf eine Bühne.
Die Regeln sind übrigens denkbar einfach und werden neben diversen Vorträgen und Teilnehmerportraits auch in der Dokumentation über die 16. deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam in Heidelberg & Mannheim erklärt.
Im Übrigen sei erwähnt, dass ich bis jetzt bei jedem Beitrag den ich online gesehen habe, sei er auch noch so gut, feststellen musste, dass die Stimmung nicht mal im Ansatz rüberkommt.
Unnötig zu erwähnen, dass man sich so etwas mal live anschauen sollte.

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