Bei den Blogrebellen las ich einen Kommentar zum aktuellen Gerichtsurteil gegen Uli Hoeneß, in dem man für ihn ausdrücklich keine Lanze brechen wolle. Warum bekommt man dann das Gefühl, dass im Subtext von so ziemlich jedem zweiten Satz das Gegenteil mitschwingt?

Zurecht beschwert man sich über ein “Heer von selbsternannten Juristen mit abgebrochenem Staatsexamen oder stammtischende Steuerprüfern”. Die hat es nur leider schon immer gegeben in Deutschland und die wird es auch weiterhin bei Gerichtsurteilen mit medialem und öffentlichem Interesse geben. Daran wird sich nichts ändern.

Uli Hoeneß ist jemand, der sich spätestens seit seiner Fußballkarriere dafür entschieden hat in der Öffentlichkeit zu stehen und wer sich danach auf Posten wie Management oder gar Aufsichtsrat begibt, dem wird auch weiterhin eine große mediale Fläche gewidmet. Durch das aktuelle Gerichtsurteil stellt sich natürlich die Frage, in wie weit er es tatsächlich geschafft in seinen diversen Jobs den FC Bayern finanziell zu einem der erfolgreichsten Vereine zu machen.

Nun hat er im Laufe der Jahre Summen an Steuern hinterzogen, von denen die Meisten nur träumen können. Das ist Fakt. Und stets ist wohlgemerkt nur die Rede von Steuern. Um diese überhaupt hinterziehen zu können braucht es ein noch wesentlich höheres Kapital im Hintergrund, logisch. Vielleicht hat er sich aber auch einfach nur ein falsches Vorbild genommen, Gordon “Gier ist gut” Gekko zum Beispiel, wer weiß das schon.

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