Auf grim104 wurde ich das erste Mal mit seinem Video zu Crystal Meth in Brandenburg aufmerksam. Nach dem hören seiner aktuellen EP und älteren Sachen wusste ich, dass hier lyrisch großartige, düstere und vor allem kritische Bilder gemalt werden. Es gibt kaum einen Song, aus dem ich nicht gerne zitieren würde, aber einige Zeilen aus Ich töte Anders Breivik bringen für mich dann doch sehr vieles auf einen gemeinsamen Nenner:

Cro ist das Symptom einer Jugend in der Krise
Kurz vor dem Kollaps lässt sich keiner die Laune vermiesen
Pass mir das MDMA
Ich bin wortwörtlich Straight Edge, das Ende ist nah
Die Straßen aus Zucker werden brennen
Ich schmeiß’ Mollis mit Sahne, gewinn’ Karamell

Besser als auf rapgenius.com hätte ich das nicht besser zusammenfassen können. Dort heißt es unter anderem:

“Grim 104 glaubt, dass die Popularität von Cro mit dem Wunsch nach Eskapismus der Jugend zusammenhängt. Die Jugend spürt, dass der Kollaps nahe ist (Finanz-, Umweltkrise), doch statt etwas dagegen zu unternehmen, flüchtet sie sich lieber in Cros fröhliche Songs, die nur von Mode und anderen oberflächlichen Freuden handeln.”
(…)
“Da die Straßen aus Zucker und Molotow-Cocktails explosive Gemische sind, entsteht beim Auftreffen auf der Straße Karamell. Zusammen mit der Sahne liefert Grim hier ein tolles Rezept um selbst Karamelltoffees zu machen.”

tl;dr
Cro ist an allem Schuld.