Kalter Schweiss

libertär, fulminant, digital

Month: November 2013 (Page 1 of 2)

Rotlichtverstoß?

“Dieses Urteil hat das Zeug, bundesweit Ressourcen bei der Verkehrspolizei freizusetzen”, schrieb Udo Vetter vor einigen Wochen in seinem lawblog.

Konkret geht es um das Umfahren von roten Ampeln, beispielsweise über das Gelände einer Tankstelle. Bis vor kurzem galt dies als eindeutiger Rotlichtvertoß. Das Oberlandesgericht Hamm entschied nun anders. Beim Umfahren einer roten Ampel über einen Schleichweg darf man nun nicht mehr belangt werden.
(Beschluss vom 2. Juli 2013, Aktenzeichen 1 RBs 98/13)

Auch ich habe ein solches Verhalten schon im Straßenverkehr beobachten können. Hin und wieder saß ich dabei sogar im schleichwegfahrenden Auto. Auf dem Beifahrersitz. Ob das bereits unter Mittäterschaft fällt können gerne Jurastudenten bei einer Partie Cuba Libre ausdiskutieren.

Eine Frage die sich mir nun stellt erkläre ich am besten mit einer Skizze, welche ich mit einem teuren Grafikprogramm an einem Computer mit angeknabbertem Apfellogo erstellte:

skizze_rotlichtverstoss_kreuzung_schleichweg

Es handelt sicher hierbei um eine handelsübliche deutsche Straßenkreuzung, wie sie in vielen Gebieten der Bundesrepublik anzutreffen ist. Streng genommen umfährt man hier die rote Ampel nicht über einen Schleichweg, wie beispielsweise das Gelände einer Tankstelle, sondern nutzt einfach nur die Straßenverhältnisse. Geradeaus zeigt die Ampel rot, die Ampel für die Rechtsabbiegerspur zeigt grün. Die zweite Ampel zeigt ebenfalls grün. Wir gehen in diesem Klangbeispiel natürlich davon aus, dass der Protagonist sich mit vorausschauendem Fahren bereits darüber informierte, ob Fahrzeuge von rechts auf der Spur angefahren kommen auf der er einscheren möchte. Die Kreuzung ist von allen Seiten sehr gut einsehbar.

1. Phase: Spurwechsel auf den Abbiegestreifen (Blinker rechts)
2. Phase: Bei Grünphase, Abbiegung nach rechts einleiten (Blinker rechts)
3. Phase: Blinker direkt wieder nach links setzen und das Fahrzeug um 180° wenden
4. Phase: Bei Grünphase, Abbiegung nach rechts einleiten (Blinker rechts)
5. Phase: Profit?

Vielleicht negiert sich die komplette Situation aber auch dadurch, dass man das Fahrzeug insgesamt um 360° dreht?

(Grundlage der Skizze: Google Maps)

White Light/White Heat

Ich mag die entsättigten Sommeraufnahmen von Jens, weil sie wunderbar in diese triste Jahreszeit passen. Mehr muss man dazu auch gar nicht schreiben.
Einfach mal wirken lassen.

white_light_white_heat_02

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Rob Lynch, grim104, QOTSA, Moop Mama, Franz Ferdinand, Marteria, Kollegah

Rob Lynch – Broken Bones

Letzte Woche war ich auf dem Konzert von Thees Uhlmann und es war ziemlich großartig. Vor allem die kleinen Geschichten und Anekdoten die Thees zu vielen Liedern erzählt machen ihn live mehr als hörenswert.
Support im Vorprogramm bekam er von Rob Lynch, von dem ich mir in Zukunft mal mehr anhören muss, denn das klang (zumindest live) wie eine angenehme Mischung aus Oasis & The Gaslight Anthem.

grim104 rappt über Crystal Meth in Brandenburg (“Rainald Grebe, K.I.Z. – alle hatten Recht! Angst vor dem Hinterland, Brandenburg, Breaking Bad“), die Queens of the Stone Age singen von einem Vampir, Moop Mama holen endlich mal wieder die Trompeten raus, Jack Wilkinson hat für Franz Ferdinand ein Bullet Time Video mit 32 GoPros gedreht und Paul Ripke beeindruckt erneut mit einem Kurzvideo für das neue Album von Marteria.

Im letzten Musik-Beitrag erwähnte ich, dass Olli Schulz Kollegah bzw. dessen Wortspiele feiert und es dürfte jetzt keine all zu große Überraschung sein, dass ich das auch tue.
In seinem aktuellen Video rappt er mehr als 9 Minuten unter anderem über die Illuminaten, Schattenregierungen und die neue Weltordnung. Wie es sich für den Boss gehört natürlich teils stark übertrieben, aber wenn er damit Themen wie Waterboarding und verschwundene Nuklearwissenschaftler in die Öffentlichkeit trägt finde ich das durchaus erwähnenswert.

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Lichtflut

Kann man sich zwischen zwei Bildern nicht entscheiden, so kann das immer noch der Leser übernehmen. Oder auch nicht.

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The Lion City

Mit Timelapse-Videos ist es ein bisschen wie mit Galileo – man hat eigentlich schon alles gesehen, aber manchmal gibt es dann doch spannende Ausnahmen. Eine solche Ausnahme ist The Lion City von Keith Loutit. Sein Zeitraffer Film aus Singapur setzt auf Tilt Shift und eigenes dafür komponierte Musik. Hut ab.

Asyl für Edward Snowden?

Auf vielen Blogs tauchte in den letzten Tagen die Rede von Hans-Christian Ströbele zur NSA-Affäre im Deutschen Bundestag auf und das zurecht. Er stellt die richtigen Fragen und hat scheinbar das Internet besser verstanden, als Merkel, Friedrich, Schäuble, von der Leyen, Pofalla & Co zusammen. Ob das jetzt so viel Sinn macht Edward Snowden Asyl in Deutschland zu gewähren kann ich nicht beurteilen, aber ich kann sagen, dass Herr Gysi hier mit so ziemlich jeder seiner Aussagen den Nagel auf den Kopf trifft. Ebenfalls interessant, dass er das weltweite Spionagenetz Echelon erwähnt, dessen Existenz bereits seit 2001 als gesichert gilt.

Von YouTube: Der Bundestag ist am Montag erstmals seit seiner Konstituierung zusammengekommen und debattierte unter anderem über den NSA-Spionageskandal. Gregor Gysi warf der Regierung vor, dass sie statt Aufklärung das Gegenteil betrieben hat. “Deutschland ist erst dann souverän”, sagte Gregor Gysi, “wenn es Herrn Snowden anhört, schützt, ihm Asyl gewährt und seinen sicheren Aufenthalt organisiert.”

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Arctic Monkeys, Marteria, Thees Uhlmann, Fettes Brot, Korn, Prinz Pi, K.I.Z.

Arctic Monkeys – One For The Road

Die Arctic Monkeys fahren schwarz/weiß Traktor. Paul Ripke (verantwortlich für Bengalische Tiger) scheint mit jedem seiner Videos besser zu werden. Thees Uhlmann spielt nächsten Montag drei Häuserblocks weiter und das aktuelle Tourvideo verstärkt nur noch meine Vorfreude auf sein Konzert.

Wenn ich den Namen Adel Tawill lese muss ich unweigerlich an Olli Schulz denken, weil er gelegentlich erzählt, dass er Kollegah bzw. dessen Wortspiele feiert. Explizit ging es dabei um folgende Zeile: “…und leg mich mit dem Adel an, Bitch, ich fahre auf ein Ich und Ich Konzert und leg mich mit dem Adel an”. Wie dem auch sei, Aschenflug ist ein schöner, von Kim Frank produzierter, Kurzfilm. Auch wenn ich Sido immernoch nicht so wirklich mag, gefallen mir die Parts von Pi umso besser.
Fettes Brot suchen derweil ein Echo und optisch passe ich mich mit meiner Bartlänge den Jungs so langsam an. Korn lassen mit Love & Meth erahnen, wie das das neue Album klingen wird – sehr düster und sehr laut.

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